10. Juli 2009

Meltdown


Wow. Das alte Argument: Atheismus ist auch eine Religion, es braucht mindestens genausoviel Glauben, nicht an Gott zu glauben. Grah. Matt von der ACA (Atheist Community of Austin), beantwortet die Fragen sehr geschickt und nimmt die guten Argumente des Anrufers sehr geschickt und respektvoll auseinander - bis der Anrufer logisch so in die Ecke gedrängt ist, daß es einen Gehirnkurzschluß gibt. Unbedingt bis ganz zum Ende schauen...

Improv

Unser Auftritt beim Donnerstags-Threefer im Hideout Theater war besser als unsere sonstigen Auftritte. Ich denke, es lag daran, daß wir uns nicht so sehr um das Format gesorgt haben, sondern auf der Bühne einfach Spaß hatten. Muah.
David war im Publikum und wurde auch gleich aufgerufen, bei einer Szene mitzuspielen, was auch klasse geklappt hat. Soviel zum Thema Karma, muahaha.

9. Juli 2009

Die Jahre waren nicht gut zu mir...

...mal wieder.
Angelehnt an die ähnlich gestaltete Einladung für eine gemeinsame Geburtstagsparty für Stefan, Martin und mich vor ein paar Jahren habe ich dieses Bild aus der Versenkung gezogen. Alle außer meiner Mami dürfen den nächsten Satz überlesen: Nein, ich bin nicht verhaftet worden und das ist auch kein echtes Blut!

Und genug mit den Beschwerden, daß ich kaum noch in meinem Blog schreibe. Ich hatte eine kleine deprimierte Phase, das ist alles. Das passiert auch Bäckern und Stierkämpfern. Die letzten Wochen waren ganz in Ordnung. Ich habe eine Menge Improvisationstheater gemacht, habe wieder angefangen zu Klettern, und meinen Katzen geht es immer noch gut. Momentan haben Heather und ich sie mal ein wenig durcheinandergeworfen, Megatron und Pandora sind bei mir, Optimus Prime und Dr. Phil bei ihr.
Austin ist immer noch prima, aber die Temperaturen sind momentan komplett aberwitzig. Leider ist die Klimaanlage in meinem Auto immer noch im Eimer, so daß ich eine fahrbare Sauna besitze. Zum Glück hat Heather ja drei Scooter, so daß ich die freie Wahl habe, ob ich nach der Fahrt ein nasses Hemd oder nasse Haare in Helmform haben kann.
Heather orientiert sich momentan neu und denkt darüber nach eine Ausbildung zur Krankenschwester anzufangen, was momentan im Freundeskreis die Runde macht.
Ich habe heute Abend einen Auftritt im Hideout Theater und Heather wird auch bald auf die Bühne gehen, um zur Nerd Nite einen Vortrag zu halten und hoffentlich auch in den Cast für die nächste Vorstellung von Mortified zu kommen.

4. Juli 2009

Der Vierte


Diesmal habe ich den 4. Juli traditionell verbracht. Heather, Ray und ich waren am Flußufer und haben uns das Konzert des Symphonieorchesters angehört. Das war wirklich gut, und wir hatten es bequem auf einer aufblasbaren Matratze - sehr zum Neid der anderen, hehe.

Und da bin ich. Rechts. Noch knapp 38 Jahre alt.

Das Feuerwerk war sehr sehenswert und nach guter Tradition wurde jede Rakete mit "ooohs" und "aaahs" bedacht. Danach sind wir dann - nicht ganz so traditionell - noch zur Gothik-Nacht ins Elysium gegangen.

28. Juni 2009

Improv Marathon

An diesem Wochenende gab es den 40-Stunden-Improv-Marathon im Hideout Theater. Acht Spieler haben die gesamte Zeit gespielt (mit 5-Minuten-Pausen zwischen den Aufführungen. Es war phantatstisch. Ich habe mir insgesamt 12 Shows angesehen und den körperlichen und geistigen Verfall bewundert. Ich war mit meiner Truppe um zwei Uhr nachts auf der Bühne und habe mit den sehr erschöpften Damen und Herren gespielt. Respekt. Unter http://hideouttheatre.tumblr.com/ findet Ihr Bilder und Impressionen. Besonders nett: das letzte Video, in dem sie vor der letzten Vorstellung über ihre Eindrücke und Erfahrungen der letzten 40 Stunden sprechen.

25. Juni 2009

Seufz...


Ich bin über dieses... tja... Gedicht... gestolpert und ich finde es ausgesprochen phantastisch. Es ist allerdings neun Minuten lang, aber es lohnt sich...

21. Juni 2009

200.000

Mein kleines Auto hat nun die zweihunderttausendste Meile auf dem Tacho. Das sind mehr als 320.000 Kilometer. Go go, Mazda!

12. Juni 2009

Kawumm


Super Timing! Heather und ich wollten gestern auf das Konzert von Peaches gehen, aber eine Stunde vorher brach ein unglaublicher Sturm herein. Wir sind dann doch noch nach Downtown gefahren (sehr gruselig) und haben es bis ins Emo's geschafft, wo das Wasser von der Decke tropfte. Und dann haben wir gewartet. Und gewartet. Und dann kam die Durchsage, daß Peaches' Flug gestrichen worden war - schlechtes Wetter. Da hing für ein paar Minuten Mord in der Luft. Argh!

2. Juni 2009

Meh...

Normalerweise bin ich ja ein eher optimistischer Mensch und hege generell meinen Mitmenschen gegenüber kein Mißtrauen. Und ich finde das auch viel lebenswerter, als ständig darüber zu grübeln, ob jemand es wohl gut mit einem meint. Und so verleihe ich gerne mein Auto, lasse wildfremde Menschen bei mir übernachten und so weiter.

Aber in letzter Zeit fällt mir das wirklich schwer. Ich weiß nicht, ob es in Amerika einfach nur stärker ausgeprägt ist, aber ich habe wirklich das Gefühl, daß ich strukturiert über den Tisch gezogen werde. Und es sind nicht so sehr einzelne Menschen als vielmehr das System. Vielleicht habe ich ja bisher nur erfolgreich die Augen verschlossen, oder es kommt gerade einfach ein wenig geballt, aber das saugt mir echt die Lebensfreude aus den Knochen.

Ob es die Kreditkartenfirmen sind, oder die Krankenversicherungen, politische Parteien, große Konzerne, religiöse Organisationen - sobald es ums Geld geht, sind alle ethischen Grundsätze über Bord. Was die Amerikaner einander antun, nur um ein wenig mehr Gewinn zu machen, ist schon bedenklich.

Ich denke ja schon seit längerem, daß sich Kapitalismus und Demokratie einfach nicht vertragen, weil sie grundsätzlich verschiedene Ziele verfolgen, aber momentan sehe ich es wirklich krachen.

Beispiel Medizin: es ist einfach viel lukrativer, auf lange Zeit hin Symptome zu bekämpfen, als eine Krankheit zu heilen. Und wenn die Medizin nur noch auf den Gewinn schaut, dann steht eben nicht mehr das Interesse des Patienten im Vordergrund. Ein Arzt darf ja gerne stinkreich werden, aber er sollte dabei ethisch handeln. Ich frage mich halt: habe ich wirklich ein Loch im Zahn, oder muß der Arzt diesen Monat noch sein Soll erfüllen?

Irgendwie ist verlorengegangen, daß man den Gewinn mit einem guten Produkt macht, und nicht mit Klauseln und Kleingedrucktem und immer schön hart an der Grenze zur Legalität. Das kotzt mich hier wirklich an. Und wie gesagt: einzelne Menschen sind prima, das Problem liegt im System.

Kredikartenfirmen behandeln ihre Kunden schlimmer als der böseste Kredithai, Nahrungsmittelkonzerne verkaufen tiefgekühlte Scheiße, wenn sich damit der Gewinn steigern läßt, Konzerne privatisieren den Gewinn, aber drücken der Gemeinschaft die Verluste auf, es ist zum Verzweifeln. Es ist echt jeder moralische Kompass abhanden gekommen, und das im Land in dem nach eigener Aussage 90% religiös sind.

Keine Ahnung was zu tun ist... außer mit gutem Beispiel vorangehen... Meh...

Bill hat es mal wieder schön auf den Punkt gebracht:

27. Mai 2009

Brrrrr...


Wow, das war mal ein verdammt gruseliger Film. Quarantine ist ein amerikanisches Remake des spanischen "REC". Ich muss sagen, das war seit langem der beste Horror-Streifen, den ich gesehen habe. Da habe ich die Nacht über das Licht angelassen. Es fängt ganz harmlos an und eskaliert dann für etwa eine Stunde ohne Pause. Das Ganze ist aus der Perspektive der Kamera eines News-Reporters, also relativ viele wacklige Bilder. Aber man sieht eben nur, was die Kamera auch sieht, und damit spielt der Regisseur sehr gut. Brrrrr.

26. Mai 2009

Mauerbauer

Tee hee... The Onion hat es mal wieder schön auf den Punkt gebracht, nachdem Gouverneur Perry ja laut darüber nachgedacht hat, ob Texas sich nicht vielleicht von den USA trennen sollte. "Die Mauer soll unerwünschte Elemente, wie etwa Wahlergebnisse von Texas fernhalten..." Hehe.

25. Mai 2009

Aua...


Nachdem ich heute aus dem Zahnarztstuhl aufgestanden bin, war ich naßgeschwitzt und mein halbes Gesicht war für zwei Stunden taub. Aua. Das muß nicht nochmal sein...

18. Mai 2009

Energie!


Ich war mit Heather ein zweites Mal in Star Trek. Ein wirklich phantastischer Film. Diesmal haben wir ihn uns im IMAX angeschaut, was die ganze Sache noch ein wenig spektakulärer gemacht hat.

17. Mai 2009

Improv


Uff, das war ein Improviations-Marathon. Am Nachmittag hatte ich meine Sonntags-Klasse mit Tom Booker. Dann um sieben traten meine Kollegen im Coldtowne Theater auf. Ich hatte mich entschuldigt und saß im Publikum. Elf Leute auf einer kleinen Bühne war mir zu stressig. Aber so konnte ich Bilder machen...

Und dann gab es im Spiderhouse Cafe eine Sonderveranstaltung von "Bassprov". Ich würde es "drei bittere Männer unterhalten sich beim Angeln" nennen. Und es war wirklich prima. Aber lustig: im vollbesetzten Haus waren ganze vier Leute, die keine Improverfahrung hatten. Tee-hee!

11. Mai 2009

Logik für Anfänger


Jaja, die Kreatioisten sind ja nicht das hellste Völkchen. Dieses Zitat aus dem Kreationisten-Museum fand ich besonders gelungen. Frei übersetzt:
"Gottes Wort lehrt uns, daß Dornen nach dem Sündenfall in die Welt kamen, also vor 6000 Jahren, nicht vor Millionen von Jahren. Da wir Dornen mit anderen Fossilien wie Dinosauriern und anderen Pflanzen und Tieren gefunden haben, müssen diese also zusammen mit Menschen nach dem Sündenfall gelebt haben."
Manchmal ist ja die beste Beleidigung ein genaues Zitat...

4. Mai 2009

Kein Kommentar


Eine U.S.-Kirche hat Geld gesammelt um Bibeln in Pashtu und Dari nach Afghanistan liefern zu lassen. Und zwar ans Militär dort. Nun ist Missionieren in Afghanistan bei Strafe verboten und das Militär hat strenge Regeln, was das anbelangt, aber 60% aller Militärgeistlichen bezeichnen sich als "evangelical conservatives". Das Video spricht für sich...

30. April 2009

NerdNite


Heather und ich waren mal wieder bei der NerdNite, und diesmal war das Thema Roboter. Und die beiden Sprecher hatten auch sehr niedliche Präsentationen dabei. Einer sprach über die Anatomie von Robotern und wie schwierig es ist, denen klarzumachen, wo sie sind und wie sie sich in ihrer Umgebung bewegen sollen.

Der andere sprach über Roboter, die biologische Prozesse verdeutlichen, z.B. Roboter, die das Verhalten von Kakerlaken nachahmen und damit deren Verhalten verändern. Oder Krabbenroboter, die benutzt wurden, um das Paarungsverhalten von Winkerkrabben zu studieren - die umstellen nämlich mit mehreren ein Weibchen und winken dann mit ihren Scheren im Kreis. Es stellte sich heraus, daß das gleichzeitige Winken vor allem dazu diente, den anderen einen Stock zwischen die Beine zu schmeißen. Und je synchroner das Winken war, desto zufälliger die Wahl des Weibchens. Yay, ein Hoch auf die Wissenschaft.

29. April 2009

Shermer in Austin

Michael Shermer von der Sceptics Society war in der Stadt und Heather hatte Karten besorgt. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern hat er an einer Debatte zum Thema "Was Darwin wrong?" teilgenommen. Auf der anderen Seite waren zwei Wissenschaftler von der Organisation "Reasons to Believe", die ihre eigene Theorie vorgestellt haben: Hugh Ross und Fazale Rana.

Die beiden haben überwältigende Präsentationen vorgelegt, mit denen sie darstellen wollten, daß die wissenschaftlichen Entdeckungen auf einen intelligenten Erschaffer hinweisen. Ich habe mich während ihrer Präsentationen im Stuhl gewunden, denn sie haben die gesamte Kosmologie und die wissenschaftlichen Erklärungen alle aus der Bibel. Als wäre die Bibel ein wissenschaftlicher Almanach, der erklärt, wie die Welt entstand. Wenigstens zweifeln sie nicht daran, daß das Universum 14 Milliarden Jahre alt ist, aber alles was sie sagten, kam aus der Bibel. Und die Passagen, auf die sich stützten, waren alle sehr schwammig. Ist der Hinweis, daß Gott "das Himmelszelt ausbreitete", wirklich ein Beweis für den Urknall? Und sie wollen genetisch alle Menschen auf einen Mann und ein Frau zurückführen (Adam und Eva eben). Sie haben das sehr professionell und ruhig vorgetragen, doch selbst ich hätte viele der Argumente sofort angreifen können, zum Beispiel den alten Hut vom "feingetunten Universum", in dem es hunderte von Konstanten gibt, die alle den richtigen Wert haben müssen, damit das Universum in seiner jetzigen Form überhaupt bestehen kann. Was für ein Schwachsinn. Das Universum ist wie es ist, weil die Konstanten so sind, wie sie sind. Wären sie anders würde das Universum eben anders aussehen, oder gar nicht existieren. Ich hatte das Beispiel ja schon einmal:
Im Winter füllt sich ein Loch im Boden mit Regenwasser. Das Wasser gefriert und jemand nimmt den ungleichmäßig geformten Eisblock heraus, schaut ihn sich an und ruft erstaunt aus: "Seht nur, wie perfekt dieser Eisblock in das Loch passt. Wenn er nur ein wenig anders geformt wäre, würde es nicht klappen. Welcher Schöpfer mag dieses Loch so ausgehoben haben, daß dieser Eisblock perfekt hineinpaßt? Es kann unmöglich Zufall sein..."
Und ein non sequitur reihte sich an den nächsten: wir können A nicht wissenschaftlich erklären, es muß also Gott gewesen sein.
Am Schlimmsten aber fand ich, daß sie versucht haben eine wissenschaftliche Theorie zu formen, also ihre Thesen testbar und falsifizierbar zu machen. Und sie wollten auch Vorhersagen machen, was wir in der Zukunft herausfinden werden.
Aber es war so lächerlich, denn all ihre Vorhersagen und Annahmen sind genau das, was konventionelle Wissenschaft schon seit langem postuliert. Es ist also bereits klar, daß das, was sie sagen, stimmt. Und dann suchen sie nach Passagen in der Bibel, die irgendwie unterstützen, was sie sagen, lassen die Passagen, die etwas anderes sagen, weg - und voila: die Bibel stützt die Erkenntnisse, die wir heute haben. Was für einen Sinn machen Vorhersagen, wenn wir sie erst nach einem Ereignis als solche erkennen? Wenn ich weiß, was die Antwort ist, kann ich auch die richtigen Fragen stellen, das ist ja nun wirklich keine Kunst. Und ich dachte mir: fällt das denn sonst keinem auf? Aber keine Angst, es fiel auf.

Michael Shermer trat ans Mikrofon und watschte die beiden derart ab, daß es schon fast traurig war. Er nannte ihre Vorhersagen "Postdiction" anstelle von "Prediction". Natürlich kann ich nach einem Geschehen vorhersagen, daß es passiert. Auch bei Nostradamus fand sich eine Passage über 9/11, aber die wurde natürlich erst hinterher gefunden. Dann ging er einige Bibelpassagen durch und zeigte, wie sehr sie aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Und die Frage, warum denn die tausend anderen Schöpfungsmythen, die häufig das gleiche sagen wie die Bibel, nicht in Betracht gezogen werden, war auch gut. Mit anderen Worten, er zeigte sehr klar, daß es um Religion und nicht um Wissenschaft geht. Für jede wissenschaftliche Entdeckung wird im Nachhinein eine Bibelstelle gefunden und dann gesagt: "Das steht in der Bibel! Quantenmechanik wurde schon vor 3000 Jahren verstanden!" Ich war wirklich entsetzt, daß das als Wissenschaft durchging. Der erhabenste Mann des Abends war ein Professor für Physik und Astronomie, der an der UT sehr angesehen ist. Er sagte dann nur irgendwann sehr müde: "Zeigen Sie uns bitte etwas, daß die Wissenschaft nicht schon lange ohne göttliches Eingreifen entdeckt hat." Da war Stille am Tisch und im Saal. Der Satz wog schwerer als die ganze Präsentation von Shermer.
Hier ist noch ein Video, in dem Shermer mit Kent Hovind (der mit dem Kentucky Creation Museum berühmt wurde). Hovind ist ein Young Earth Creationist, also ein noch leichteres Ziel, aber er ist auch ein guter Redner. Sehenswert...

28. April 2009

Video Bliss

Jucheee! Eine neue Folge von "Charlie the Unicorn":

Die ersten beiden Folgen gibt es übrigens inzwischen sehr gut ins Deutsch übersetzt hier und hier.

Und endlich gibt es die Anfänge von Kelly auf youtube! Wheeeee!

Adieu, google!

Da haben die Abmahnanwälte mal wieder eine Goldgrube entdeckt. Über 80% aller gutbesuchten deutschen Websites nutzen google analytics. Ein prima Tool, daß einem alle möglichen Informationen über den Traffic einer Website gibt. Nach deutschem Gesetz aber leider nicht legal, denn es werden unter anderem die IP-Adressen der Benutzer auf die google-Server in Amerika übertragen, wo die Daten dann verarbeitet werden. Damit werden personenbezogene Daten an Dritte weitergegeben. Und da kommen die Abmahnanwälte ins Spiel, denn obwohl es natürlich ein berechtigter Einwand ist, machen die das ja nun mal vor allem wegen des Geldes, das da im Spiel ist. Und Dank moderner Technik läßt sich das ja auch automatisieren. Und somit steht die nächste Abmahnwelle schon im Haus. Falls Ihr also google analytics benutzt, solltet Ihr auf jeden Fall den Disclaimer, den google auf seiner Website versteckt hat, auf Eurer Website zeigen. Oder ganz auf google analytics verzichten...

27. April 2009

Danke, google!

Wie schön: laut google analytics haben einige Besucher mein Blog durch die Suchphrase
2 girls kacken in den pool
gefunden. Ich liebe das Internet...

NOM - A Gathering Storm Spoof Collection


Vor kurzem hat die National Organization for Marriage (NOM) ein Video produziert, daß die Gefahren der Homoehe eindrücklich schildert. Die Anzeige ist voll von schwachsinnigen Argumenten und zeigt eigentlich nur, wie verzweifelt die Anti-Gay-Lobby inzwischen ist. Meine liebsten Stellen:
"I am a California Doctor who must choose between my faith and my job."
Wie bitte? Das will ich doch wohl sehr hoffen, daß sie das jeden Tag tut. Ich gehe zu einem Doktor, nicht zu einem Christen. Es ist mir völlig egal, welchen Glauben sie hat, solange sie ihn aus ihrer Arbeit heraushält. Das wäre ja noch schöner! "Wir glauben nicht an Antibiotika, ich werde lieber für Ihre Genesung beten." Wenn es nicht schon ein paar tote Kinder wegen dieser Einstellung gegeben hätte, wäre es ja fast lustig.
"My freedom will be taken away."
Und auch hier wieder: wie bitte? Welche Freiheiten werden der Dame genau genommen, wenn Schwule heiraten dürfen? Nicht fragen, bitte!
The Colbert ReportMon - Thurs 11:30pm / 10:30c
The Colbert Coalition's Anti-Gay Marriage Ad
colbertnation.com
Colbert Report Full EpisodesPolitical HumorGay Marriage Commercial

Colbert ist natürlich wie immer meisterhaft in seiner Satire. Seine Version startet etwa bei 3:30. Grah, sehens wert.

Diese sehr schön gemachte Parodie treibt die Angst der Konservativen auf die Spitze, mit immer verrückteren Voraussagen, was die Schwulenehe noch alles kaputtmachen wird...

Sehr niedlich aufbereitet mit allerlei Monster-Szenen aus den 50er Jahren. Und die Untertitel sind sehr clever gemacht und zeigen die Bigottrie der Anzeige.

Dieser hier ist sehr niedlich... "A pink triangle of people is coming together"...

Dieser hier ist ein wundervoller Mix der Originalanzeige und Ausschnitten aus der Serie "Storm Chasers". Tee hee hee.

Diese Version zeigt wundervoll den non sequitur der Argumente: "Wenn die Homo-Ehe erlaubt wird, müssen wir alle zu digitalem Fernsehen wechseln!" Warum? Psssst!

Graaaah!

Und schließlich noch diese hier, in der "gay marriage" durch "interracial marriage" ersetzt wurde und damit die Sache gleich viel klarer macht... "They want to teach my children that interracial marriage is okay..." Hehe...

26. April 2009

RSA-Party-Nachtrag


Und hier noch ein Bild von meiner entzückenden Standkollegin Sophie und zwei typischen Bewohnern von San Francisco. Ich finde die beiden sehen so aus, als würden sie sich nicht ganz wohlfühlen. Ich kann mir das... *augenzuck*... gar nicht erklären...

25. April 2009

Samstag in San Francisco


Und ein weiterer Tag mit windigem, aber auch sonnigem Wetter.

Im alten Hippie-Viertel von Haight Ashbury ist Heather dann zum Tattoo-Künstler ihres Vertrauens in Mom's Body Shop gegangen und hat sich ein weiteres Tattoo stechen lassen.

Der Laden sah ja eher aus wie eine Rumpelkammer, aber als es dann ans Eingemachte ging, war alles sehr professionell und ich war beeindruckt, wie ernst es Danny mit der Hygiene nahm. Das war schon mal sehr beruhigend.

Das Stechen selbst war unspektakulär und Heather hat es ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen lassen, aber ich habe es ja nicht so mit Nadeln in der Haut.

Und dann war es auch schon vollbracht. Die Zeilen stammen aus dem Nine Inch Nails-Song "Wish", der wirklich klasse ist.

24. April 2009

Kalter Wind


Während ich auf dem Hotelzimmer gearbeitet habe, hat Heather ihr Gesicht mit allerlei Behandlungen verwöhnen lassen. Am Nachmittag sind wir dann durch die Stadt gezogen, haben das hiesige H&M aufgesucht und haben dann für drei Stunden ein "kurzes Schläfchen" gehalten. Dann mit Büchern bewaffnet in ein Cafe, aber meine Füße haben dann ein letztes Mal protestiert und so habe ich mich rasch in eine chinesische Massagestube geschleppt und mir die Beine massieren lassen. Und nun schwebe ich wie auf Wolken. Das waren die bestinvestiertesten 20 Dollar seit langem.
Und zum Abschluß des Abends haben wir uns dann mit Heathers Freundinnen Noelle und Catherine in einem pakistanischen Restaurant getroffen, wo der Koch versuche mich mittels extrem scharf gewürztem Shish-Kebab ins Jenseits zu befördern. Aber mein Eisenmagen hat diesen Angriff locker weggesteckt.

23. April 2009

Messe vorbei


Heute war der letzte Tag der Messe und es war nochmal interessant. Wir haben eine Menge interessanter Kontakte gemacht. Trotzdem war der Jubel in der Halle groß, als das Ende der Messe verkündet wurde. Und zwei Minuten später fingen die Messebauer auch schon an, uns den Teppich unter den Füßen wegzureißen.
Am Abend gab es dann die RSA-Abschlußparty, und da haben sie sich auch nicht lumpen lassen. Ein tolles Buffet, eine klasse Live-Band (im Stil der B52s) und jede Menge Darsteller und Akrobaten haben den Abend zu einem echten Erfolg gemacht. Ich habe mit den netten Standkollegen getanzt, bis Heather aus der Bahn gestiegen ist. Meine Füße tun immer noch weh.

22. April 2009

RSA III


Nach dem Tag auf der Ausstellung sind wir ins deutsche Konsulat gefahren, wo der Vize-Konsul zum Deutschen Abend eingeladen hatte. Das war wirklich sehr interessant und ich habe eine Menge Leute kennengelernt. Und es gab Hefeweizen und Apfelstrudel, juchu!
Danach bin ich mit Fiona und Helmut noch einen Trinken gegangen und danach noch einma in den Starlight Room, denn am Mittwoch ist immer eine besondere Party. Und die war auch wirklich klasse, obwohl zum Schluß die Leute auf der Tanzfläche zu betrunken zum Tanzen waren. Das wurde dann etwas anstrengend und wir haben uns vom Acker gemacht. Waaaaah, meine Füße!

21. April 2009

RSA II


Heute gab es dann den Startschuß für die Ausstellung und es sah zuerst doch so aus, als wären viel weniger Leute da als letztes Jahr. Vielleicht lag es auch am schönen Wetter.

Danach habe ich mich mit Sophie in die Nacht geschmissen und wir sind mit der Cable Car durch San Francisco gebraust. Das macht schon Spaß, sich außen am Wagen an eine Stange zu klammern und die steilen Straßen herunterzubrausen. Und danach sind wir wieder in den Starlight Room gegangen, wo wir im 21. Stock mit Blick über die Skyline getanzt haben. Aua, meine armen Füße.

20. April 2009

RSA


Am Morgen bin ich wieder in San Francisco angekommen, habe den Leihwagen zum Flughafen gebracht und dann die BART-Bahn nach Downtown genommen. Das Hotel Mosser ist 5 Minuten vom Moscone-Center entfernt, wo die RSA stattfindet. Das Zimmer ist sehr klein, da passt gerade das Bett rein und mann kann seitwärts drumherumgehen, aber es ist ansonsten sehr nett. Es ist ungewöhnlich heiß und die meisten Hotels haben keine Klimaanlagen, weil das Wetter normalerweise eher kühl und windig ist. Aber heute schwitzen alle.
Ich habe dann erstmal die Materialien an den Stand gebracht, meine Partner begrüßt und das Fräulein Sophie wiedergetroffen, mit der ich schon letztes Jahr in SF um die Häuser gezogen bin. Dann hat es mich aber auch schon recht schnell dahingerafft und ich bin fix eingeschlafen. Mir tun die Füße weh, das war doch eine Menge Wandern im Yosemite-Park.

19. April 2009

Upper Yosemite Falls

Hier könnt Ihr eine Karte sehen, die zeigt, wo die Bilder gemacht wurden.
Den zweiten Tag im Tal habe ich mit dem Aufstieg zum Upper Yosemite Falls verbracht. Und das war echt eine Tour. Aua. Fast fünf Stunden steil bergauf, ich dachte, ich schaffe es nicht. Aber es war die Sache echt wert.

Nach etwa der Hälfte der Strecke, die noch durch Wald führte, war ich dann am Fuß des Wasserfalls. Und der Weg nach oben sah von dort aus wirklich sehr einschüchternd aus, und einge Leute kamen kopfschüttelnd wieder herunter. Ich bin dann einer mexikanischen Familie gefolgt, die den Weg nach oben gestolpert ist (wirklich, die waren sehr ungeschickt), aber dabei soviel Energie an den Tag legten, daß ich mir dachte: das schaffst Du auch.

Die Sonne brannte wie blöd und ich habe mich von Schatten zu Schatten gerettet und weiter nach oben gequält. Die Aussicht wurde aber immer besser und irgendwann war mir das Brennen in den Oberschenkeln dann egal, ich wollte nur noch nach oben.

Und das war auch ein erhebender Moment. Ihr könnt Euch die Fotos vom Aufstieg hier ansehen. Es lag noch Schnee ganz oben und gerade als ich dachte, daß ich es ja nun geschafft hatte, kam jemand und meinte, daß er Yosemite Point natürlich noch viel schöner sei, also habe ich mich nochmal 2 Kilometer nach oben geschleppt und die Aussicht von dort genossen. Wirklich beeindruckend.

Den Weg nach unten habe ich in Rekordzeit geschafft, denn beim Abstieg muß ich ein gewisses Tempo vorlegen, sonst wird es zu anstrengend. Daher renne ich eigentlich den Berg herunter. Das war auch alles gut, bis der Bär auf den Weg trat. Das war sehr lustig: alle Amerikaner rannten den Weg hinauf und riefen: "Ein Bär! Ein Bär!", alle Chinesen liefen mit gezückten Kameras den Weg herunter und riefen "Ein Bär! Ein Bär!"
Schließlich kam er bis auf etwa fünf Meter heran und ich habe mich mit einem kleinen Spurt in Sicherheit gebracht und die Abstieg beendet. Danach war ich aber auch platt und meine Füße taten mir weh, als hätte jemand mit Hämmern darauf herumgehauen. Aber geschlafen habe ich wie ein Stein.

 
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