18. Februar 2006

Alcatraz and Golden Gate


Die Fisherman's Warf gilt als Touristenfalle, aber das hinderte mich an nichts. Ist wie St. Pauli ohne den Sex. Hm. Na gut, ein wenig interessanter ist es schon. Wie überall ist das Parken entsetzlich teuer: $6 die Stunde, aber nur, weil Wochenende ist, Glückspilz. Neben allerlei Essbarem aus dem Meer gab es auch einen bunten Strauß lustiger Rundfahrten - aber für meinen Geschmack war das Wetter zu schlecht. Alcatraz wäre wohl einen Besuch wert gewesen, aber bei meiner unordentlichen Buchführung werde ich schon noch einen Knast von innen sehen, also habe ich mir auch das gespart.

Es waren gerade Krabbenwochen, aber zum Frühstück... ach ne, lieber nicht.

Und erst dachte ich, es wäre eine deutsche Urlaubsgruppe beim Biertrinken, aber es stellte sich heraus, daß die Geräusche von einer Kolonie Seelöwen herrührte, die es sich im Hafenbecken bequem gemacht hatte. Manchmal fiel ein Haufen von ihnen schlafend vom Brett, was dann allgemeinen Aufruhr bedeutetet. Und einer hat ganz von allein den vorbeifahrenden Schiffen gewunken. Bestimmt ein ausgebrochenes Zirkustier.

Und wie es sich gehört gibt es hier ein Foto von der Golden Gate Bridge. Sie ist schon beeindruckend. Lustigerweise war mein erster Gedanken, als ich dann drauf war: "Das hätte ich mir gewaltiger vorgestellt!".

Tja, eine Scheinriesenbrücke eben. Man kann aber in der Nähe auf einen Berg fahren (von dem aus ich dieses Foto gemacht habe) und dort ist es wie in den schottischen Highlands. Echt verrückt, wieviele verschiedene Landschaften sich hier aneinanderreihen.
Und es ist nach einigen Monaten in Texas auch unglaublih wohltuend, feuchte Erde und die See zu riechen und ECHTES Wetter zu sehen. So mit Wolken und Wind und Regen und allem.

Die Bay Bridge ist auch beeindruckend groß. Ich fühlte mich jedenfalls mit einem Mal sehr klein. Es wirkt irgendwie unwirklich, eine so große Struktur zu sehen. Der Verkehr wird in zwei Etagen über die Bucht geführt, leider war ich in der unteren Etage, so daß es nicht allzuviel zu sehen gab.

Und ein Besuch in Chinatown gehört natürlich auch aufs Programm. Das war auch wirklich sehr nett. Der Stadtführer hatte gewartn, daß die Grant Street sehr touristisch sei und man lieber auf die Stockton Street gehen sollte. Und er hatte Recht: die Grant Street war voll mit "Kauf meinen billigen Ramsch, Milchschlucker!"-Läden. Die Stockton Street hat mich spontan an Hong Kong erinnert, es waren nur zu viele Autos auf der Straße.

Ansonsten gab es hier aber die gleichen Läden wie in Hong Kong, bei deren Waren ich mich fragte: "Draufsetzen oder aufessen?". Und es gab auch die kleinen Restaurants mit den gebratenen Hühnern, Enten und... ähm... Tieren im Schaufenster. 3 x 8 Blocks sind hier fest in chinesischer Hand, eine kleine Stadt in der Stadt.

1 Kommentare:

Anonymous Jule sagte...

Oh wie schööön, lieber Andreas.. Erzähl mir doch bei Gelegenheit noch ein wenig mehr über Deinen Trip nach Frisco - ich stecke nämlich mitten in den Reisevorbereitungen *grins* - bist Du rein zufällig im Mai in der Gegend?

15:37

 

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