3. Mai 2011

Muss... nicht... lachen...

Am Sonntag hat mich ein Freund zu einem Gottesdienst eingeladen. Es war die Stone Church of Austin, eine ökumenische Einrichtung. Das Ganze hatte eher was von einem Rockkonzert und eine Menge Studenten von der University of Texas war auch da.
Das interessanteste war die Bibel-Interpretation. Jeden Sonntag wird ein neues Kapitel gelesen und interpretiert. Diesmal war es Genesis, die Geschichte von Jakob, Rachel und Leah. Wow. Ich muss schon sagen... wenn ich die Bibel derart intepretieren kann, dann ist es natürlich einfach, den Regeln zu folgen. Wenn Gott Dein Leben komplett aus der Bahn wirft, dann tut er das nur aus Liebe...
Der Moment, wo ich mir das laute Lachen allerdings ernsthaft verkneifen musste, war als es darum ging, das Leah (oder Rachel) ihren Sohn ausschickt, um eine Wurzel zu finden, die sie fruchtbar machen soll. Der Priester blickte in die Runde und sagte: "Seht ihr, wie verzweifelt sie war? Anstatt Gott um Hilfe zu bitten, suchte sie Hilfe im Aberglauben."
Das war fast zu viel... "Haha, wie dumm, an die heilende Wirkung einer Wurzel zu glauben. So ein Aberglaube! Natürlich muß man ein Gebet an den unsichtbaren Mann in den Wolken schicken! Weil es den ja wirklich gibt."

1 Kommentare:

Blogger Thomas sagte...

Na, dann hatten wir ja beide eine tolle Kirchenerfahrung. Bei mir hat sich der evangelische Pfarrer irgendwie geschämt. Ich glaube, er hat es nur noch wegen der festen Anstellung gemacht. Man muss man sich doof vorkommen, die ganzen Floskeln von sich zu geben, alle gucken zu, sie wissen, dass Du nicht glaubst, Du weißt, dass sie eigentlich nicht glauben. Irgendwie, wie nackich auf der Bühne...

10:31

 

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